Donnerstag, 17. November 2016

ta ranto

dornig und steinig ist so mancher weg empor

welch moment, so kurz vor der pracht der blüte
innehalten, verweilen, bereiten

erblühen, strahlen, ausstrecken
mit offenen armen empfangen den segen

und zeuge sein und bekennen im moment der gnade
und davor und fürderhin im nun der herrlichkeit
seiner herrlichkeit

im verblassen und erwelken die würde weiter spiegeln
ehrfürchtig, demütig, gewiss

die erde braun und fest die letzte rast für hier

die wohnung beziehen das geschmückte haus
den goldenen gipfel erklimmen
nebst zum Herrn



[bild: pfingsten 2016 
  / text: 16.11.2016]

Mittwoch, 9. November 2016

Frankfurtmarathon

Hebräer 12,1-2

Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens.

Der Turm der Matthäuskirche in Frankfurt am Main lockt meinen Blick empor über das Startportal des Mainova Frankfurt Marathons 2016. Links und rechts, eingebettet zwischen den großen Wolkenkratzern der Main-Metropole strahlt das Kreuz unter klarem Himmel. Eine ganze Weile sehe ich auf und danke meinem Gott dafür hier stehen zu dürfen um gleich loszulegen mit den vor mir liegenden 42,195 Kilometern. Drei Wochen zuvor eigentlich auf den Punkt trainiert, hinderte mich ein Magenvirus am Start in München. Jetzt verlief alles gut und darüber bin ich froh und genieße den Frieden, die Ruhe und Gewissheit, welche mich gefühlsmäßig erfasst beim Blick auf diesen Kirchturm, während um mich herum knapp 16.000 nervös auf den Beginn warten. Beim nachträglichen googeln entdecke ich den dazugehörigen Gemeindenamen, welcher mir sehr gut gefällt: „Evangelische Hoffnungsgemeinde Frankfurt am Main“. Na, ist das nicht schön, dass diese Gemeinde gerade hier am Start- und Zielpunkt des Frankfurtmarathon ihren Platz hat? In einer Stunde wird hier gleich ein Gottesdienst zum Thema „Die Reformation und unser liebes Geld“ stattfinden, passt ja hervorragend.

Hoffnungen
Unzählige, sind hier greifbar zu spüren, auch mir geht es ja nicht anders. Hoffnung auf eine neue Bestzeit, Hoffnung durchhalten zu können bis zum Schluss, Hoffnung auch mit meinem Laufen und Schreiben Gott die Ehre geben zu können, und so viele tausende mehr.

Geld
Ja Hallo, eigentlich könnte man ja meinen hier in Frankfurt muss es auf der Straße liegen :) Wenn man aus dem Allgäu und zudem noch aus einem kleinen Dorf kommt, dann imponiert es einen schon, was in dieser Stadt alles mit Geld aufgebaut wird.

Reformation
Morgen ist der Reformationstag und natürlich bin ich ein Fan von Martin Luther. Was wird er wohl gedacht und erwartet haben damals beim Anschlagen seiner Thesen? Mit welchen Themen würde er uns heute wachrütteln, und wo schlage ich meine Thesen an? Ein weiter Spannungsbogen mit vielen Impulsen.


Der Startschuss fällt und der ganze Startblock kommt schön, homogen in Fahrt. Die erste Hälfte will ich ja sowieso bewusst die Zügel zurückhalten und habe keinerlei Probleme ab und an, bei verschiedenen Engstellen der ersten Streckenabschnitte die Geschwindigkeit wieder zu reduzieren um nicht andere Läufer über den Haufen zu rennen. Es kommt der Opernplatz wo richtig gut Stimmung ist und ich höre meinen Namen, meine Frau steht etwas erhöht auf einer kleinen Mauer und lächelt mir zu, mir wird es ganz warm ums Herz und ich bin froh sie dabei zu haben. Kurz darauf werde ich von einem Mitläufer angesprochen, der auf meinem Rücken das „Triathlon Memmingen“ liest. Bernhard kommt auch aus dem Allgäu und startet hier schon zum fünften Mal. Auf der alten Brücke sagt er gleich, hier musst du nach rechts blicken um die Skyline der Stadt so richtig gut zu sehen, was für ein Aussicht!



Bis zur Halbmarathon Marke läuft alles geschmiert und ich schicke bei jeder Rundenmeldung meiner Uhr ein kleines Dankeschön fürs unter 4:30 Min/pro Kilometer bleiben Richtung Himmel. Als nächstes kommt die Evangelische Martinus Gemeinde im Stadtteil Schwanheim welche mir schon beim Studieren der Strecke ins Auge gefallen ist. Musik wird hier groß geschrieben und man merkt sofort, welch gute Stimmung hier herrscht und instrumental den Läufern entgegenschwappt. Ich applaudiere kurz zurück und stelle mich mental auf die zweite Hälfte ein.

Vorgenommen habe ich mir ja ab der Mitte etwas schneller zu laufen und lass jetzt den Puls auf 170 ansteigen, was zwar nicht viel mehr die Geschwindigkeit erhöht, allerdings kommt es mir so vor, dass ich plötzlich ständig am Überholen bin, wo es vorher ein mit der Masse mitlaufen war. Wir überqueren wieder den Main und es geht in den Stadtteil Höchst der Geburtsstätte des Marathons 1981. Leichtes Seitenstechen beunruhigt mich ein wenig, allerdings muss ich deswegen nicht langsamer laufen und nach ein paar Minuten verfliegt es wieder. Kurz vor Kilometer 30 wird in die „Mainzer Landstraße“ eingebogen, es folgt ein vier Kilometer langer Abschnitt, der bei den Läufern recht befürchtet wird, ziemlich eintönig gerade aus, nicht mehr so viel los. In einem Interview antwortete Arne Gabius vor seinem deutschen Rekordlauf 2015 das er hier mit Sonne und Rückenwind durch will, diese Aussage habe ich irgendwie in Gedanken, die Sonne scheint, zwar kein Rückenwind, aber es gelingt vortrefflich hier schön konstant zu marschieren.

Es geht zurück in Richtung Innenstadt und an der Verpflegungsstation bei Kilometer 35 quetsche ich die letzten Reste aus meinem zweiten Gel. Mein Freund und Ratgeber Edi hat mir wieder fest eingeschärft ab dem fünften Kilometer alle fünf weiteren immer ein wenig Gel zu nehmen und bewusst mit einem ganzen Becher Wasser runterzuspülen. Die Einteilung hat wieder gut geklappt und ich hoffe durch diese Nahrungsergänzung von Muskelkrämpfen verschont zu bleiben. An der letzten Abbiegung fängt vor mir ein Läufer plötzlich mitten unter dem Laufen das Humpeln an und stellt sich auf die Seite um sein Bein durchzudehnen, kein ungewöhnlicher Anblick auf diesem letzten Streckenabschnitt, und mit jedem Stehenbleibenden leidet man ein wenig mit.

Meinen guten Kilometerschnitt kann ich jetzt leider nicht mehr ganz halten, es geht in Richtung 4:40/4:50, ein Kilometer ist sogar dabei, bei dem es genau 5 Minuten sind, die Geschwindigkeitslinie bei der Auswertung im Nachhinein wird zick zack laufen, immer wieder versuche ich den schönen Schwung nicht zu verlieren, aber alles Aufbäumen gelingt nur kurz. Im Kopf rechne ich hoch, wie sich dieser gefühlt „gnadenlose Einbruch“ auf die Endzeit auswirken wird und mir wird klar, dass es mit ziemlicher Sicherheit eine neue Bestzeit wird. Kilometer 40, dem Blick auf die Uhr folgt ein erleichtertes Grinsen, es kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Noch einmal steht meine liebe Frau an der Seite und grinst mir ebenfalls erleichtert entgegen.


Der Messeturm erscheint wieder im Blick und ich bin zurück auf der Höhe der Matthäuskirche, der Gottesdienst ist bereits vorbei und auch mit meiner schnellen Wegstrecke ist es für heute gleich geschafft. Ein letztes Mal abbiegen und ich bin schon sehr gespannt wie es sein wird in die Festhalle einzulaufen. Ein Glücks- und Freudegefühl erfasst mich so sehr, dass mir fast die Tränen kommen, plötzlich umgeben von tausenden Zuschauern, laute Musik, Applaus, und dieser rote Teppich mit dem Zielbogen in dessen Mitte die Uhr mir wieder anzeigt, es gut absolviert zu haben. Meine linke Hand lege ich wieder aufs Herz und mit der rechten deute ich in Richtung Himmel, ja mein Dank gebührt dem Herren meinen Gott! Ich klicke die Puls Uhr und freue mich meine angestrebte Ziel Zeit von 3:10 h genau geschafft zu haben, Lob & Dank, Lob & Dank.


Donnerstag, 13. Oktober 2016

DNS

Sonntag Morgen im Olympia Park München, es kündigt sich ein super schöner Herbsttag an. Meine zwei Freunde und ich machen uns auf in Richtung Startnummernausgabe für den 31. Münchenmarathon. Ein Magenvirus, welcher mich in der Nacht drei mal geweckt und entleert hat, verbreitet immer noch so ein leicht flaues Gefühl, trotzdem will ich mich davon nicht zu sehr beunruhigen lassen. Es ist noch nichts los in der Olympiahalle und es stehen nur wenige vor uns in der Reihe. Nach einem kurzen Schlendern durch die Sportmesse begeben wir uns wieder über mehrer Treppen nach oben und dabei wird mir bewusst, wie viel Kraft nur diese paar Stufen meinen Beinen abverlangen. An einem Getränkestand genehmige ich mir eine Cola, mit der Hoffnung innerlich "klar Schiff" zu bekommen, allerdings verschlechtert sich meine Verfassung zunehmends. Während sich meine Freunde weiter auf den Lauf vorbereiten entscheide ich mich schweren Herzens nicht zu starten, also für dieses Kennzeichen "DNS" für "dit not start" was so gut wie in jeder Ergebnisliste am Ende zu sehen ist. Acht Wochen intensiver Vorbereitung liegen hinter mir, bis zum Abend vorher 22 Uhr fühlte ich mich topfit, und nun hier zu sein und absagen zu müssen ... "seufz", nicht leicht! Während ich meine Laufkameraden in Richtung Startblock "A" begleite geht es mir so schlecht, dass die Beiden mich fast nicht alleine lassen wollen. Ich gebe aber zu verstehen, dass es schon passt und verspreche einfach "langsam" zu machen. Eine Tablette zur Magen Beruhigung schlägt langsam an und ich setze mich zum Ausruhen ins große Olympiastadion, suche mir einen schönen Sonnenplatz mit Blick auf den Zieleinlauf. Die Gefühlsspanne an diesem Tag ist wirklich extrem weit. Von Enttäuschung bis Freude geht es im Kopf hin und her. Am Ende überwiegt allerdings das Lächeln über die guten Ergebnisse meiner Freunde und die Geselligkeit meiner Familie, die sich nach und nach zu mir auf die Tribüne setzt. Zu Hause wieder angekommen leg ich mich nur noch hin, ein Schüttelfrost durchfährt mich und mir wird ganz bewusst, wie richtig es war nicht zu starten. Montag Morgen, Systemcheck ..... Ihr werdet es nicht glauben, Status: "go"! Kaum zu fassen, dass es genau dieser Tag sein musste an dem mich dieser Virus besuchte. In der Tageslosung lese ich aus Psalm 11,7: "Der Herr ist gerecht und hat Gerechtigkeit lieb." Wieder schmunzel ich und bitte um Vergebung für meine Vorwürfe aus diesem Gefühl heraus, etwas "ungerecht" behandelt zu werden. Unsere Sichtweise ist eben beschränkt, der Herr hat das Große und Ganze im Blick und weiß für was es gut ist. Vielleicht darf ich ihm ja beim Frankfurtmarathon dafür "laufend" die Ehre geben?! ^^


Mittwoch, 14. September 2016

Laufen am Nachmittag

Distanz: 16,22 km
Dauer: 1h:22m
Durch.Tempo: 5:07
Durch.Herzfreq.: 151

Zurzeit befinde ich mich wieder in der Vorbereitung für den nächsten Marathon. Am 09. Oktober will ich in München die Strecke von 42,195 km zum drittenmal bewältigen und setze deswegen, einigermaßen konsequent meinen Trainingsplan um. In der KW 36/2016 hatte ich noch Urlaub weswegen hier natürlich die Zeiteinteilung wesentlich leichter fällt. Während meines Laufes am 08. September hatte ich für mich wieder recht bewegende Momente.

Kurz zur Vorgeschichte: Beim Freundestag im Kloster Triefenstein im Sommer diesen Jahres war ich verantwortlich für den Stand: „in Verbindung bleiben“. Seit dem gibt es eine kleine WhatsApp Gruppe, in der ich die ersten 10 Tage und in der Folge vereinzelt, ein Bild und einen motivierenden Text gepostet habe. Ein Mitglied aus der Gruppe erzählte mir, dass sie eines der Bilder an ihre schwerkranke Freundin geschickt hat. Die Nachricht kam, als ich kurz davor war die nächste Trainingseinheit zu absolvieren und ich dachte mir, ich will sie nutzen um für diese Freundin zu beten, erkundigte mich nach dem Namen und versprach gleich ganz fest für sie mit einzutreten, schnürte die Schuhe und los ging es.

Von Anfang an befand ich mich gedanklich im Gebet, brachte diese Freundin sozusagen vor den Herrn und bat um Heilung. Während der Einlaufphase überlegte ich Schritt für Schritt vorzugehen um die vor mir liegende Laufeinheit von über einer Stunde auch gut ausfüllen zu können. Speziell für ihren Kopf zu bitten war meine erste Einheit und noch während ich es aussprach, liefen mir plötzlich die Tränen aus den Augen und ich wurde auf eine ganz wahrnehmbare  Art berührt. So ein Gefühl von „reinwaschen“ machte sich in mir breit und ich betete ganz bewusst mit der festen Überzeugung, dass Gott gerade wirkt. Die Trainingseinheit war in Form einer Welle, ich lief nach der Aufwärmphase zwei schnelle Kilometer gefolgt von einem im moderaten Tempo, dann wieder zwei schnelle und so weiter. Bei den zügigen Passagen lies mir die Luft nur so ein in Takt eingebettetes wiederholendes Gebet zu, was dazu beitrug das Tempo relativ gleichmäßig hoch zu halten. Die langsameren Kilometer dazwischen waren wieder freier von den Gedanken her und so betete ich für sie von Kopf bis Fuß. Es war eine schöne Übung und ich dachte mir noch, wenn ich wieder so einen Impuls bekomme oder mich eine Nachricht erreicht, für wen ich beten könnte, will ich es ebenso handhaben. Über ihren aktuellen Gesundheitszustand habe ich leider noch keine Neuigkeiten, weshalb ich im Gebet einfach dabei bleibe. Am kommenden Wochenende steht ein Halbmarathon auf dem Programm (Kressbronn am Bodensee) da hab ich auf jeden Fall wieder Zeit zum Ausfüllen :)

Die Tageslosung vom 08. September passte natürlich vortrefflich:

Jeremia 31,7:
Ruft laut, rühmt und sprecht: Der Herr hat seinem Volk geholfen!

und Markus 5,19:
Jesus sprach zu dem Geheilten: Geh hin in dein Haus zu den Deinen und verkünde ihnen, welch große Wohltat dir der Herr getan und wie er sich deiner erbarmt hat.



PS: ein wenig Werbung, nächstes Jahr begleiten Bruder Bodo, ein befreundetes Ehepaar, und meine Frau und ich das Hausangebot im Kloster Triefenstein mit dem Motto: „BETEND EMPFANGEN – EMPFANGEND BETEN“, es findet von Donnerstag 31. August bis Sonntag 03. September 2017 statt und jeder ist herzlich eingeladen!


Dienstag, 5. Januar 2016

kraftquelle

kraft und quelle bist du mir o herr

verzeih

dem eignen schaffensmacht vertrauen
dem stolz daraus und der trügerischen sicht

kraft und quelle bist du mir o herr

verzeih

wie schnell vergessen aus dem sinn
im wandel der zeit geblickt den täglichen dingen hin


kraft und quelle bist du mir o herr

dank

dir dem geber, der nie verwehrt
und immer wieder erklärt

kraft und quelle bist du mir o herr

dank

dir der unermüdlich stärkt
notwendig ist dem dienst an deinem werk


kraft und quelle bis du mir o herr

lob

sei dir für diese gnad
niemals nicht verdienet hab

kraft und quelle bis du mir o herr

lob

preis sei dir

dafür

[ text: 18.12.2015 / bild: 03.01.2010 ]

Dienstag, 6. Oktober 2015

3 Ländermarathon

Psalm 69,31

Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied und ihn hoch ehren mit Dank.


Meine Tochter fragte mich, ob es mir beim Laufen denn nicht langweilig wird, da ich ja auch keine Kopfhörer mit Musik dabei habe? Bzw. erkundigte sie sich was ich die ganze Zeit denke wenn ich so lange unterwegs bin?

Vor so einem Marathon Ereignis, sollte man ja ein paar Wochen davor immer am Wochenende, wenn möglich, einen langen Lauf (2 1/2 bis 3 1/2 h) absolvieren. Da ist natürlich so eine Frage berechtigt, wenn der Vater so viel Zeit im Freien verbringt. Seit 2011 hat mich das Lauffieber gepackt und es hat sich wie von alleine eine Eigenschaft entwickelt, wie es der obige Psalm beschreibt. Selbst bei dem ersten 10 KM Lauf (mit einer guten Geh Pause in der Mitte) summte ich ein Loblied innerlich. Es ist für mich ganz natürlich die Zeit auch mit kurzen Gebetsgedanken zu verbringen und gerade beim Marathon gibt es zahlreiche Momente, bei denen ich kurze Lobesworte wie: „Lob und Dank“ im Kopf wiederholend passend zur Schrittfrequenz vor mich her sage.


Über die Jahre bin ich jetzt immer schneller geworden und es erquickt natürlich meinen sportlichen Ehrgeiz wenn ein Rekord nach dem anderen geknackt wird. Dieses Jahr (2015) schaffte ich das erste Mal einen 10 KM Lauf unter 40 Minuten zu beenden und beim 3 Ländermarathon (DE-AT-CH) mit Start am 04. Oktober in Lindau blieb die Uhr bei 3:14 h stehen, ein Resultat was mich wochenlang in eine Hochstimmung versetzte. Allerdings möchte ich hier eben ganz bewusst diesen Psalm ins Rampenlicht stellen: „Namen Gottes loben“ & „hoch ehren mit Dank“. Dies möchte ich als Antrieb verinnerlichen, und übe es im Verdeutlichen in dem ich im Ziel die Hand aufs Herz lege und mit der anderen in Richtung Himmel deute. Ich bin meinem Herrn sehr dankbar für meinen Bewegungsapparat und bereit und gespannt, wie es mit dem „Ihm die Ehre geben“ weiter voran geht!




Mittwoch, 12. August 2015

klug vergutet – entschieden entböst

Mit Klugheit das Gute wählen, mit Entschiedenheit vom Bösen abwenden!

Römer 16,19

Paulus fordert, simpel. Wie steht es mit meiner Wahl? Vor vielen Jahren habe ich bereits das Gute gewählt, weniger aus einem klugen Hinterfragen heraus, mehr mit jugendlicher Naivität und der stimmigen Überzeugung: „ja es ist drann, sich auf den Herrn zu verlassen, ihm das Regiment meines Lebens anzuvertrauen, zu übergeben!“. Im Rückblick „klug“, denn alle anderen sich bietenden Alternativen, erzeugen einen „dummen“ Beigeschmack beim Überdenken. Dieses Gute wählen hatte bei mir einen bestimmten Beginn, ein paar Minuten in den Sommerferien 1985, gefolgt von zahlreichen Wiederholungen, Rückbesinnungen und Erneuerungen, bis heute ist es immer wieder notwendig, diese klare, bewusste Wahl zu treffen.


Es regt mich auf, dieses Böse. Kaum abgewendet kommt es von hinten schon wieder angekrochen. Den ersten Moment der Unachtsamkeit ausnutzend, sofort wieder gegenwärtig. Das ist das Wesen des hinterlistigen Bösen. Ausdauernd und nicht ermüdent, Niederlagen steckt es weg als wären sie nicht passiert. Gerissen, ja schlau weiß es genau, wo unsere Schwachstellen sind, die kleinste Lücke nützt es aus um einzudringen, wenig mit Pauken und Trompeten, nein, still und heimlich, Einfluss gewinnend in Maßen aber eben bestimmt, bis wir uns wieder abwenden.

[Text: 12.08.2015 /
                                                                                           Bild: 02.08.2015]